Aus der “Coronapause” in die Sommerferien

Die Corona-Pandemie stellte nicht nur das ganze gesellschaftliche Leben der Bundesrepublik auf den Kopf – auch der Sportbetrieb in den Vereinen wurde von der Regierung untersagt, was nicht zuletzt unseren PSV Olympia dazu zwang, sämtliche Trainingsangebote auszusetzen. Doch die Schockstarre wirkte nicht lange und so entstand kurzerhand die Idee des Online-Trainingplans. Bereits in der ersten Woche wurde unser Onlineangebot auf der Homepage veröffentlicht und stand bis zuletzt unter ständiger Weiterentwicklung und wurde mit neuen Inhalten und Ideen gespickt.

In den ersten drei Wochen des Online-Trainings wurden unseren Sportler*innen individuell zugeschnittene Pläne zur Verfügung gestellt, welche nach Schul-Judo und Wettkampfteam unterschieden wurden und wiederum nochmal nach Gürtelstufe (Schul-Judo) und Altersklasse (Wettkampfteam) aufgeteilt wurden. Unterstützt mit Videos, die bei der Umsetzung helfen und zum Nachmachen animieren sollten, erhielten unsere Mitglieder konkrete Pläne für das Heimtraining.
Um unsere Judoka neben den sportlichen Aufgaben auch geistig zu fordern, entwickelten wir den „Theorie-Bereich“, wo neben Ausmalbildern, Rätseln, Spiel- und Arbeitsblättern zur Judotechnik auch Online-Spiele erstellt wurden, die direkt im Browser spielbar sind und sogar am Ende mit einer Urkunde zum Ausdrucken belohnen.

Auch unsere Oster-Rallye erfreute sich großer Beliebtheit. Zahlreiche Einsendungen erreichten unsere Geschäftsstelle, wovon schließlich fünf Gewinner ausgelost und mit einem PSV Olympia-Fanpaket belohnt wurden. Alle hatten die neun Etappen, bestehend aus einem Mix aus kreativen, künstlerischen, kognitiven und sportlichen Aufgaben gemeistert

Da nach den Osterferien abzusehen war, dass die Corona-Pause länger anhalten würde als anfangs gehofft, entwickelte unser Trainerteam nach den Trainingswochenplänen nun ganze Videotraininingseinheiten auf YouTube, bei denen die Judoka direkt vor den Bildschirmen mittrainieren können sowie angeleitet und motiviert werden. Auch hier war das Angebot groß. Jeweils zwei Trainingseinheiten in der Woche für die Anfänger (Judokids) und zwei für die Fortgeschrittene (Judo-Talents) luden zum Mittrainieren ein oder förderten die theoretische Auseinandersetzung mit der Sportart beim Zuschauen. Neben unseren Schul- und Wettkampfteamtrainern konnte sogar die national wie international erfolgreiche Judoka Annika Würfel für ein Videotraining gewonnen werden.

Mit einem Videoangebot von knapp 10 Stunden selbstgedrehten Materials, dem großen Theoriebereich mit 30 Angeboten und nicht zuletzt auch dem Videoangebot „japanische Schriftzeichen“ können wir auf ein abwechslungsreiches Programm zurückblicken.
Unser Dank dafür gilt all den Trainern, Eltern und Sportlern, die an diesem Angebot mitgewirkt haben.

Glücklicherweise durften wir dann zum Ende des Schuljahres nochmal einige Gruppen zum Training einladen. Dort wo es uns vom Bezirksamt und der entsprechenden Schule erlaubt war, wurden die Judoka in kleinere Gruppen aufgeteilt und zumindest kontaktfreier Sport betrieben. Und nach langer Unsicherheit steht nun auch fest, dass unsere Sommercamps stattfinden können.

Alle Online-Angebote bleiben natürlich über die Sommerferien verfügbar, sodass sich unsere Judoka auch individuell über die Ferien mit unserer Sportart auseinandersetzen können. Egal, ob zu Hause, am See oder auf der Autofahrt in den Urlaub – unsere Videos, Onlinespiele oder auch die ausgedruckten Rätselblätter dürften ein guter Zeitvertreib sein.

Wir wünschen allen Judoka, Eltern und Freunden einen schönen Sommer. In diesem Jahr freuen wir uns ganz besonders auf das neue Schuljahr, wo wir dann (hoffentlich) alle Trainingsgruppen wie gewohnt begrüßen dürfen.

 

Foto: Sommercamp Wettkampfteam 2019